Nachbargemeinden im Nordosten Berlins zusammengeführt

Mit dem Jahreswechsel 2018/19 wurden die Gemeinden Berlin-Weißensee und -Prenzlauer Berg zusammengeführt. Am 30. Dezember 2018 feierte Bezirksapostel Wolfgang Nadolny den letzten Gottesdienst mit der Gemeinde Weißensee, am 6. Januar 2019 hieß Apostel Klaus Katens die Gottesdienstbesucher in der neu zusammengesetzten Gemeinde willkommen.

Das neue Jahr bringe viele Neuerungen, so Apostel Klaus Katens zu Beginn des Gottesdienstes. Auf dem Altar liege eine neue Bibel, es gelte eine neue Gottesdienstzeit, eine "ganz neu zusammengesetzte Gemeinde" komme zusammen. Damit seien viele neue Impulse verbunden und es gäbe zahlreiche Möglichkeiten, sich einzubringen "und der Sache neuen Schwung zu verleihen". Er wünsche der Gemeinde für das neue Jahr, dass sie erfüllt sei von der Kraft Gottes und "ihr gemeinsam viel Gutes erlebt und jeder spürt, ich werde gebraucht an meinem Platz".

Glauben an Gott ist Reichtum

Der Glaube an Gott und den auferstandenen Gottessohn sei nicht nur Basis des Evangeliums, viel mehr könne der Glaubende daraus wirklich Kraft schöpfen. "Der Glaube an Gottes Hilfe ist Reichtum", so der Apostel. Wer die Hilfe Gottes erleben wolle, müsse sich selbst zurücknehmen, um Gottes Willen zuzulassen. "Will ich reich in Christus sein, muss ich mich auf Jesus Christus einlassen." So könne man sich in die neue Gemeinde einbringen, in dem man auch einmal eigene Vorstellungen zurückstelle. Etwas von dem abzugeben, was man von Gott geschenkt bekommen habe, mache reich. Wer dann noch seinen Glauben als Bereicherung erlebe, könne "gar nicht anders, als davon abzugeben. Ich wünsche euch, dass ihr das erfahren werdet." In dem Gottesdienst wurde einem jungen Mann das Sakrament der Heiligen Versiegelung gespendet, ein Priester ordiniert und 14 Amtsträger aus der Gemeinde Berlin-Weißensee für die neue Gemeinde Prenzlauer Berg bestätigt. Als Vorsteher der neuen Gemeinde beauftragte Apostel Katens Hirten M. Melchior.

Gemeinde Weißensee profaniert

Eine Woche zuvor hatte Bezirksapostel Wolfgang Nadolny den letzten Gottesdienst mit der Gemeinde Berlin-Weißensee gefeiert und das dortige Kirchengebäude profaniert. Ärger verstelle einem oft den Blick auf das große Ganze, so der Bezirksapostel. "Lasst euch nicht einreden, dass ihr die Verlierer der Fusion seid." Die Gemeinden Weißensee und die Nachbarn in Prenzlauer Berg würden sich durchaus unterscheiden. Aber der gleiche Glaube sei das entscheidende Merkmal. "Schauen wir über den Tellerrand unserer Gemeinden hinaus", dann könne sich erfüllen, was Jesus Christus im Hohepriesterlichen Gebet formuliert habe: '...auf dass sie vollkommen eins seien und die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast.' "Es war mir immer eine Wohltat, nach Weißensee zu kommen, nehmt diesen Geist der Gemeinde mit", appellierte der Bezirksapostel an die Gemeinde.

Am 22. Januar 2018 hatte Bezirksapostel Wolfgang Nadolny die Mitglieder der Gemeinde Weißensee über die angedachte Schließung des Gottesdienststandortes informiert und gebeten, die Gottesdienst in Prenzlauer Berg zu besuchen. Die Nähe beider Standorte sowie die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln hatten die Überlegung reifen lassen, einen der beiden Standorte aufzugeben. Mit Blick auf die Lage am S-Bahn-Ring und die Größe der Kirche, die künftig auch weiterhin für Gottesdienste mit Übertragung und größere Veranstaltungen zu Verfügung stehen sollte, war die Standortentscheidung zu Gunsten der Kirche in der Dunckerstraße gefallen.

Die neue Gemeinde

Berlin 1b, Berlin-Nordost, Berlin-Prenzlauer Berg - die Gemeinde, die von Gläubigen im Stadtgebiet auch einfach mal 'Dunckerstraße' genannt wird, hat in der Vergangenheit mehrere Namen getragen. Sie befindet sich mitten im Bezirk Berlin-Pankow im Stadtteil Prenzlauer Berg - unweit des gleichnamigen Bahnhofs am Berliner S-Bahn-Ring. Auch deshalb fiel die Entscheidung, keine Umbenennung vorzunehmen, sondern den Namen beizubehalten. Zur Gemeinde zählen nun mehr als 400 aktive Mitglieder, die von 36 ehrenamtlichen Seelsorgern, davon 21 im priesterlichen Amt, betreut werden. An Sonntagen versammeln sich etwa 300 Gläubige zum Gottesdienst.

Zurück
Teilen: