Bezirksapostel zum Tag der Toleranz in Taschkent

24.11.2017
Bezirksapostel spricht mit Minister Yusupov (Mitte) und dem Rektor der Universität

Bezirksapostel spricht mit Minister Yusupov (Mitte) und dem Rektor der Universität

Gedankenaustausch mit dem Erzbischof

Gedankenaustausch mit dem Erzbischof

Im Gespräch mit dem Metropolit der russisch-orthodoxen Kirche

Im Gespräch mit dem Metropolit der russisch-orthodoxen Kirche

Bereits zum zweiten Mal hielt Bezirksapostel Wolfgang Nadolny am 16. November 2017 eine Ansprache zum Tag der Toleranz in Taschkent/Usbekistan. Zu den Feierlichkeiten hatte der Minister für Religiöse Angelegenheiten, Artukbek Adilovitsch Yusupov eingeladen.

Toleranz bedeute, Respekt vor den unterschiedlichen Kulturen und ihren Ausdrucksformen zu haben und die unterschiedlichen Lebensweisen von Menschen zu akzeptieren, so der Tenor seiner Rede. Bezirksapostel Nadolny rief dazu auf, zusammenzustehen, wenn sich ein Mensch oder eine Religionsgruppe wegen des Glaubens in Gefahr befinde. Gemeinsam sei man dem Frieden und der Nächstenliebe verpflichtet. Die Hinweise darauf fänden sich in den Heiligen Schriften der Religionen, der Bibel und dem Koran, gleichermaßen. Grenzen seien dort überschritten, wo im Zusammenhang mit Religion psychische oder physische Gewalt gegenüber Menschen angewendet werde. "In diesem Sinn wünsche ich uns allen ein von Toleranz getragenes Miteinander und der Regierung und dem usbekischen Volk Gottes Segen", so der Bezirksapostel.

Seine Reise führte ihn anschließend weiter nach Kasachstan, wo er sich in Besprechungen vor allem dem Bauprogramm in dem zentralasiatischen Land und Themen wie Leitung der Gemeinden, Buchhaltung und Zukunft der Gemeinden widmete. Die Gemeinde Almaty ist für alle Gemeinden des Landes Ansprechpartner in administrativen Angelegenheiten. Das ist insbesondere deshalb kompliziert, weil die Neuapostolische Kirche in jedem Oblast (Bezirk) als Kirche registriert sein muss. Praktisch bedeute dies, "dass jede Gemeinde ein eigenes Bankkonto hat und unsere Mitarbeiter nicht in Almaty sondern in der Gemeinde ihres Wohnortes angestellt sind", erklärt Bezirksevangelist Thomas Przybylka. Das wirke sich auch auf die sogenannte Predigterlaubnis aus, die jeder Amtsträger in den einzelnen Oblasten beantragen müsse.

Die Republik Usbekistan ist ein Binnenstaat in Zentralasien. Die Bevölkerung ist mehrheitlich muslimisch geprägt, orthodoxe Christen und Juden stellen die Minderheit dar. Die Neuapostolische Kirche hat etwa 970 Mitglieder in 3 Gemeinden. In Usbekistan liegt der von Austrocknung bedrohte Aralsee, ein großer abflussloser Binnensee an der Grenze zu Kasachstan. Etwas mehr als 40% der Republik Kasachstan wird durch Sand- und Kieswüsten bedeckt. Der größte See ist das Kaspische Meer. Es nimmt etwa ein Viertel des Landes ein. Der Anteil Christen in der Bevölkerung ist mit 26% deutlich höher als in Usbekistan. In 26 Gemeinden und Filialen bekennen sich Mitglieder der Neuapostolischen Kirche zu ihrem Glauben.

Kategorie: Auslandsgemeinden, Gebietskirche, Reisebericht